Sports & Politics
Es kommentiert Style PASS-Herausgeberin Eva Britsch
Wir statt Gier!
Wer heute über Fußball spricht, muss auch über etwas anderes sprechen.
Style PASS auf der Spurensuche nach GIER!
Was passiert, wenn man ein Mann ist, man sich einerseits sozial engagieren will, etwa als Altenpfleger, anderseits sportlich-fußballerisch talentiert ist? Auf der einen Seite locken Millionengehälter, Betätigung an der frischen Luft und schöne Frauen.
Auf der anderen Seite Dumpinglöhne und Rückenschmerzen!
Folgt man der sogenannten Rational Choice Theorie, nach der Menschen meist für sich vorteilhafte Entscheidungen treffen, wird sich der fußballerisch begabte Mann wahrscheinlich für eine Karriere als Profifußballer entscheiden und sich irgend ein soziales Projekt als Steuerabschreibungsmodelll aussuchen.
Style PASS attestiert: Die Verhältnismäßigkeit im männlichen Spitzenfußball ist degeneriert, krank und dysfunktional!
Nach wie vor stehen Frauen im Fußball mit miserablen Gehältern da und dürfen sich als Dankeschön, wie im Fall Spanien, noch von großkotzigen Sportfunktionären sexuell belästigen lassen.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) muss endlich klare Beschlüsse fassen, die einerseits die Gehälter im Männerfußball nach unten kurbeln und die Gehälter bei Frauen angleichen, etwa bei den Prämien bei Europa- und Weltmeisterschaften.
Die deutsche Bundesliga muss als Gesamtkonzept gesehen werden und nicht als Gretchenfrage, ob nun Männer oder Frauen die besseren Skills am Ball haben.
Und klar: Style PASS hat oft für Sportwetten geworben, denn Menschen, die ab und zu gerne zocken und mitwetten, sollten nicht kriminalisiert werden.
Doch auch hier sind die Einsatzsummen eindeutig zu hoch.
Am Fall von Zockerhelden hat man gesehen, wie die Gier bei Tipico und Co. dazu geführt hat, dass deutsche Gerichte mit einer Klagewelle lahm gelegt wurden und Steuergeld indirekt für Unsinn verprasst wurde. Clevere Juristen nutzten einen juristischen Graubereich, um Wetter+innen ihre Wetteinsätze zurück zu holen. Die Wettanbieter mussten zurückzahlen.
Was wäre ihnen auch anderes übrig geblieben, schließlich gabs Urteile von Gerichten!
Das mag der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) anders sehen, schließlich profitieren von hohen Verlusten bei Sportwetten die legal agierenden Unternehmen. Was steht hinter den Gewinnen der Sportwettenanbieter? Menschliche Schwächen wie Gier!
Wer viel Geld verzockt hat, spricht im Regelfall ungerne darüber. Und: Auch die Sportwettenanbieter reden ihre Gewinne klein.
Sportwettenanbieter müssen auf realistische Art und Weise Geld verdienen, dazu muss die Politik die Einsatzsummen deckeln.
Auch im Bereich "Werbung" muss die Politik klare Grenzen setzen, etwa dass Profifußballer nicht für Fastfood-Ketten wie McDonalds Werbung machen dürfen und hier insbesondere Kinder in ihrem Konsumverhalten manipulieren. Von komplett geschmacklosen Kooperationen des BVB mit der Rüstungsindustrie mal ganz zu schweigen.
Auch wenn es der mündige Bürger nicht hören will: Die Politik und "Vater Staat" müssen den (männlichen) Profifußball endlich reformieren, damit dieser nicht weiterhin als völlig krankes Milieu vor sich hinsuppt und von der Politik auch noch als "Vorbild für die Jugend" missbraucht wird!
Style PASS fordert endlich: Wir statt GIER!
