Sports & Politics

Wer mit dem Feuer spielt

Ein bisschen gezündelt hat er, der Elon. Im Rausch der Macht und seiner X-Reichweite.

Jetzt will er mit allem nix mehr zu tun haben. Und das ZDF ist vor ihm eingeknickt.

Was meint Style PASS dazu?

Vorweg: Es gab mal eine Zeit, in der Journalist+innen noch Journalist+innen waren und nicht Fans von Milliardären. Das ZDF hat es mit Kritik an Milliardär Elon Musk versucht, fachlich sicherlich etwas ungelenk und angreifbar in der Wortwahl, aber immer noch besser, als sich als Rezipient*in das unreflektierte Angehimmelte von Rechts-Rabauke Julian Reichelt oder Welt-Wort-Jongleur Ulf Poschardt zu Elon Musk zu geben, meint Style PASS.

Aber der Reihe nach.

Musk hat seine Anwälte in die Spur geschickt und das ZDF hat eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und eine Passage, in der auf Musk Bezug genommen wurde aus der ZDF-Mediathek entfernt.

Was Musk nicht passte?

Das "ZDFheute live" hatte am 12. Juni in der Anmoderation zu den Protesten in Nordirland gesagt: „Ein brutaler Mordversuch auf offener Straße in Belfast. Jemand filmt. Das Video geht viral. Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist sowie der Tech-Milliardär Elon Musk.“

Dazu beigetragen hat Musk höchst persönlich und selbständig, indem er auf seinem Onlinedienst X Beiträge des rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson sowie des Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Restore UK, Rupert Lowe, geretweetet hatte. Musk heizte ein, indem er kommentierte: „Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern“, und hatte sich damit Robinsons Aufrufen zu Protesten in ganz Großbritannien angeschlossen.

Nun ja, warum postet jemand mit 240 Millionen Followern Aussagen von Rechtsextremisten und tut dann, als sei er quasi eine Privatperson und habe mit dem politischen Geschehen auf Gottes Erdboden nichts zu tun?

Zur Seite sprang ihm nun schon mal Julian Reichelt in bester Stammtisch-Manier, der sich ungeniert freute, dass das ZDF einen auf den Deckel bekam. Zur sozialen Verantwortung von Musk sagte er hingegen nichts.

Aber warum auch?

Wandert Musk doch eh bald auf der Mars aus und zeugt vorher noch ein paar hochintelligente Nachkommen, indem er Frauen auf X mit gut dotierten Verträgen lockt.

Und das Posten auf X geht sicherlich fröhlich weiter, orakelt Style PASS in zynischer Weltbetrachtung.

 

Jens Lehmann analysiert Manuel Neuer

Wade der Nation

Trennung von Ehefrau Conny, Gerichtprozesse, unter anderem wegen eines Kettensägenangriffs auf eine Garage in der Nachbarschaft sowie Verkauf der angeblich 12 Millionen Euro teuren Villa am Starnberger See. Jens Lehmann hat einiges hinter sich.

Und leicht derangiert sieht Ex-Star-Keeper Lehmann schon aus, wenn er aktuell zum Auftakt der WM die „Wade der Nation“ analysiert.

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