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Jodie Foster bald in Frankfurt?

Es war zu erwarten: Die Mutter Teresa des Cum-Ex-Skandals, Anne Brorhilker, startet nachdem sie die "Seiten gewechselt" hat und vom Staatsdienst zu einem Verein ging mit einem eigenen Buch durch. Style PASS wollte sie gerne interviewen und schickte "Finanzwende", wo Brorhilker nun angeheuert hat, unsere Fragen zu.

Doch leider, es ist zu viel zu tun im Vorfeld des Book-Release, so dass nicht allen Nachfragen nachgekommen werden kann. Zudem wird im Netz ja schon darüber spekuliert, wer bei einer Verfilmung Brorhilker spielen könnte? Sogar Jodie Foster?

Style PASS schlägt hingegen die unvermeidliche Veronica Ferres vor. Glücklich mit Carsten Maschmeyer liiert, der irgendwie auch irgendwas mit Cum-Ex zu tun haben soll.


Hier die Fragen, die Style PASS Brorhilker gerne gestellt hätte:

Style PASS: In einigen Interviews schilden Sie lebhaft das (Frankfurter) Bankenmilieu: Willfährige Anwälte, die auf Zuruf erscheinen, wenn der Staatsanwalt zur Durchsuchung erscheint, ausgeklügelte Excel-Tabellen, die die Daten für Aktien-Verkäufe genau benennen, um "Steuervorteile" mitzunehmen. Nun da die Banker nicht mehr mit Cum-Ex abfischen können, wäre eine Art Zoo-Charakter, Disneyland nicht eine gute Einnahmequelle für Brooker, Banker und Bitcoin-Bros? Kleine Ironisierung von Style PASS - aber wie haben Sie als Staatsanwältin das Milieu empfunden, in dem Sie zu Cum-Ex und Cum-Cum-Ex ermittelt haben?

Style PASS: Es gibt ja das Buch "geschlossene Gesellschaft" von Sartre. Darin beschreibt er treffend die Dynamiken von in sich geschlossenen Gruppen. In der Soziologie spricht man von "fehlender Fremdreferenz", wenn sich in Gruppen Dysfunktionalitäten oder kriminelles Verhalten entwickeln. Style PASS will kriminelles Verhalten nicht schön reden, aber hätte sich ein Trader geweigert, die Transaktionen vorzunehmen, die die Renditen ermöglicht haben, hätte er vermutlich keinen Job mehr gehabt?

Style PASS: Investor+innen wurden für Fonds mit überdurchschnittlich hohen Renditen geworben. Der erste Fonds, der bei Ihnen im Verdacht stand, Steuerbetrug zu praktizieren und bei Ihnen auf dem Tisch landete, hatte unter anderem Carsten Maschmeyer als Investor. Natürlich ist das auch Spekulation von Style PASS, aber man kann Style PASS nicht erzählen, dass ein Mann, der ein ganzes Imperium auf, naja, fragwürdigen "Finanzprodukten", so nennt es Style PASS jetzt mal, aufgebaut hat, nicht nachfragt, woher eine Rendite kommt, wenn ihm ein Fonds-Investment angeboten wird.

Wie sehen Sie als Juristin die Haftungsmöglichkeiten der Investor+innen?

Style PASS: Eigentlich haben Sie ja "nur" ihren Job als Staatsanwältin auf sicherlich sehr kompetente und engagierte Art und Weise durchgezogen. Dennoch gab es öffentlich Kritik von einem Vorgesetzten an Ihrer Arbeitsweise.

Neid?

Style PASS: Lange bekamen Sie intern keine Unterstützung zugewiesen. Ärgert Sie das im Nachhinein, nun wo ja immense Summen an den deutschen Staat zurückgezahlt worden sind und Strafen verhängt wurden?

Style PASS: Ein Kronzeuge hat öffentlich größten Respekt für Sie geäußert. Die Cum-Ex Geschäfte seien eine reine "Männerdomäne" gewesen und dann kommt da eine zierliche Blondine und lässt den ganzen Laden hochfliegen. Gerne wird Frauen dann ein grundlegender "Männerhass" unterstellt. Mussten auch Sie mit Schmutzkampagnen, persönlichen Diffamierungen umgehen?

Style PASS: Sie arbeiten nun nicht mehr als Staatsanwältin, geben nun Interviews, in denen Sie auch die starren Hierarchieregeln im deutschen Beamt+innen-Apparat kritisieren. Klingt nicht sonderlich zeitgemäß für eine moderne Demokratie und liberale Bürgergesellschaft?

Style PASS: Was würden Sie konkret verbessern / ändern?

Style PASS: Sich in eine Gesellschaft einbringen, heißt für Sie?

Vielen Dank

 

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Es kommentiert Style PASS-Herausgeberin Eva Britsch

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