Sports & Politics

Es kommentiert Style PASS-Herausgeberin Eva Britsch

Flippern mit Infantino

Die Welt steht kurz vor dem Kollaps: Klimawandel, Russland-Ukraine-Krieg, seit Jahrzeiten keine Befriedung im Nahen Osten, Verschärfungen bei den Sozialleistungen in Deutschland auch unter sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung, Trump zündelt im Iran und die WM in den USA, Mexiko und Kanada steht kurz bevor.

Da sollte man doch denken, FIFA-Boss Infantino ergreife die Gunst der Stunde, den Spitzensport zu nutzen, zur Völkerverständigung beizutragen, doch stattdessen flippert er, um zum baldigen Armageddon beizutragen!

Nachdem in Mexiko ein Drogenkartell-Boss bei einer (versuchten) Festnahme erschossen wurde, ist dort die Frage, wer die Macht im Staat hat, ausgebrochen: Drogenbosse oder Regierung und staatliche Organisationen?

Doch auch vor diesem Vorfall hätte klar sein müssen, dass eine WM in Mexiko nicht hätte stattfinden dürfen: Mexiko ist der größte ausländische Lieferant von illegalen Drogen wie Marihuana, Kokain und Methamphetamin für die USA. Zudem gilt das Land als bedeutender Heroin- sowie Opiumproduzent. Die Exporte werden von mächtigen Drogenkartellen kontrolliert.

Klar, könnte man sagen: USA und Mexiko kooperieren in wundervoller Partnerschaft und „Auf Augenhöhe“ und nach der WM wird alles schöner, besser, wundervoller!

Naiv, naiv!

Drogenbosse und Kriminelle werden sich in ihrem „Geschäftsgebaren“ lediglich bestätigt sehen, dass selbst die FIFA nicht in der Lage ist, die beschlossenen Standards, die Länder, die an einer WM teilnehmen wollen, zu erfüllen haben, umzusetzen.

Demokratische und menschenrechtliche Standards werden von der FIFA mit Füßen getreten!

Natürlich können normale Bürger+innen Mexikos nichts für die massiven strukturellen Probleme in ihrem Land, doch es ist zu erwarten, dass es bei den Spielen zu Eskalationen kommen wird.

Daran wird auch ein Bad Bunny nichts ändern können, der derweil mit Lady Gaga auf Spanisch beim Super Bowl trällert.

Doch wenigstens der übernimmt soziale Verantwortung, oder versucht es zumindest, und tourt nicht in den USA.

Wieso?

Aufgrund seiner großen US-Latino-Fanbase (die US-Latino-Bevölkerung macht mit über 68 Millionen Menschen etwa ein Fünftel der US-Bevölkerung aus, großer wirtschaftlicher Einfluss: BIP von ca. 4,1 Billionen US-Dollar im Jahr), möchte Bunny vermeiden, dass es zu Kontrollen, Festnahmen und Abschiebungen durch die US-Einwanderungsbehörde ICE kommt und er so indirekt zur weiteren Verschärfung des Konflikts beiträgt.

Zudem hat Bunny die Bilder von seiner Insta-Seite gelöscht.

Style PASS vermutet, um ICE nicht die Gelegenheit zu geben, auf seiner Seite nach möglichen illegalen Einwanderern / Fans Ausschau zu halten.

Infantino könnte sich hier eine Scheibe in Sachen „soziale Verantwortung“ abschneiden, meint Style PASS.

Doch stattdessen nutzt der den Fußball, um zu flippern: Mit seinem „Dynamic Pricing“ treibt er die Kartenpreise in die Höhe – und ob hinter diesem „Geschäftsmodell“ nicht noch mehr steckt, bleibt offen.

Doch eigentlich sollte er die Preise moderat halten, um unterschiedlichen Menschen aus unterschiedlichen Schichten, Ländern und Berufen das Fantum zu ermöglichen.

Doch Flippern macht ihm offenbar mehr Spaß!

 

Deals im Vorfeld der WM?

Im Vorfeld der WM in den USA wird viel spekuliert, inwiefern sich FIFA und die europäischen Verbände wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) richtig verhalten. Auch Style PASS berichtete bereits ausführlich.

Nachdem Oke Göttlich, Präsident von St. Pauli und DFB-Präsidiumsmitglied, Kritik an der Teilnahme Deutschlands äußerte, gab es wiederum Kritik seitens des DFB, die Teilnahme Deutschland würde mit der amtierenden Regierung eng abgesprochen.

Um was es dabei geht, ist auch Style PASS nicht bekannt - deshalb fragten wir nach!

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