Sports & Politics
Daumen hoch für die UEFA
Die UEFA bekommt aktuell einen Daumen hoch von Style PASS!
Einmal klar Kante zeigen hat bei dem fragwürdigen FIFA-Präsi Gianni Infantino Wirkung gezeigt. Gut so!
Doch Infantino soll dennoch an seinem Amt festhalten, nachdem er im Alleingang den Ausverkauf der FIFA vorantreiben wollte: Eine Tochtergesellschaft sollte gegründet werden, die "FIFA Forward Enterprise". Wie es sich für autokratische Herrscher wie Infantino gehört, wurde die tolle Idee still und heimlich ausgeheckt, allenfalls "enge Vertraute" wie Donald Trump dürften eingeweiht gewesen sein, orakelt Style PASS, denn Berichten zufolge sollte den Zuschlag für das Investoren-Geschäft ausgerechnet Joshua Kushner, Bruder von Trump-Schwiegersohn Jared Kushner, bekommen. Der ist Inhaber einer Investment-Firma.
Nicht das erste Mal bekanntlich, dass Trump Politik und Geschäftliches vermischt - das Geld soll schließlich in der Familie bleiben!
Style PASS ist angesichts so viel Selbstbedienungsmentalität leicht übel. Denn Trump scheint inzwischen kein noch so durchsichtiger Schachzug zu doof zu sein, um Geld zu akquirieren - zuletzt sorgte er mit dem doch reichlich absurden Vorschlag für Aufsehen, er wolle seine X-Beiträge mit einer Zahlschranke versehen.
Doch auch dieser Unsinn ist jetzt vom Tisch. Ebenso wie Kushner, auch der machte nun die Fliege, als ihm die Kiste zu heiß wurde, schließlich ist der Anschein der Seriosität schnell dahin, wenn Milliardengeschäfte in Hinterzimmerchen ausgeheckt werden.
Aber zurück zu Infantino. Nun trauen sich auch FIFA-Mitarbeiter*innnen mit Kritik aus der Deckung. Kevin Lamour, Chief Operating Officer der FIFA, fühlt sich aktuell von Infantinos Handlungen "getäuscht".
Wie geht es weiter für Infantino? Im Juli hatten sich 200 der 211 Mitgliedsverbände der FIFA für Infantinos vierte Amtszeit ausgesprochen, ihn also in seiner Kandidatur unterstützt. Doch die Stimmen können noch zurückgezogen werden. Zwar hat Infantino seinen Privatisierungs-Plan zurückgezogen, doch der Vertrauensverlust ist unübersehbar.
Vor dem Hintergrund seines gescheiterten Schachzugs bekommt auch das "Dynamic Pricing", das er bei der vergangenen WM eingeführt hatte, einen noch schaleren Beigeschmack als eh schon: Kartenkontingente wurden zum Spekulationsobjekt, Kaufpreise wurden so nach oben getrieben. Ob Infantino hier schon an Investor*innen dachte, die er mit möglichst attraktiven Geschäftszahlen locken wollte?
Wahrscheinlich!
Doch der alte Verkäufer-Trick, ein Objekt kurz vor der Veräußerung noch mal kurz aufzuhübschen, ist dank der UEFA gescheitert. Die Landesverbände wollen sich nicht zur Marionette Infantinos degradieren lassen.
Style PASS meint: Gut so!
