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Tennisstar Boris Becker hat aktuell eine Menge Sorgen

Geld, Frauen - und die Insolvenz

Gewinnertypen stehen immer auf der Sonnenseite des Lebens. Gewinnertypen drehen Matches noch in der letzten Sekunde. Gewinnertypen gehen niemals die Nerven durch, sie bleiben auch in schwierigsten Lebenssituationen cool, fragen ungern nach Hilfe, sondern erklären anderen, wie diese es schaffen, von der Schattenseite ins gleißende Licht zu treten.

Ist Boris Becker noch ein Gewinnertyp – oder hat er sich am eigenen Erfolgsrezept gehörig die Finger verbrannt?

Ja, Style PASS würde sagen, dass Boris Becker trotz seiner Skandälchen ein Gewinnertyp ist. Jemand, der Dinge durchzieht, seinen Weg gegangen ist, authentisch bleibt, aber bei der einen oder anderen Rechnung das „Re-Investment“ unterschätzt hat, das sich Menschen von ihm versprechen - außer vielleicht dem glänzenden Schein, den er qua Erfolg an seine Mitmenschen verleihen kann.

Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: Blondrot geschopfter Bub aus Leimen bei Heidelberg gewinnt mit lediglich 17 Jahren Wimbledon. Strahlt mit der Sonne über London um die Wette, als er die Trophäe Richtung Himmel streckt.

Die Karriere geht steil bergauf!

Er verdient super, wird vom Vater, der ein Büro für Bauplanung hatte, und Manager Ion Tiriac konservativ-streng beraten. Das mag der „Mann Boris“ im Rückblick als bevormundend empfunden haben, als er Jahre später auch geschäftlich und in Hinblick auf seine Berater seinen eigenen Weg geht - oder sucht.

Da ist Boris Becker wahrscheinlich in dieselben Fettnäpfchen getreten wie weniger erfolgreiche Menschen, die von Beruf etwas anderes als Vermögensverwalter auf der Visitenkarte stehen haben.

Wer sich allerdings etwas mit Geld und der Abwägung von Risiken auskennt, weiß: Der Preis kurzfristiger Erfolge ist zu einem späteren Zeitpunkt fällig – während man sich bei langfristig (richtigem) Denken und Handeln mit kleineren Endorphin-Ausschüttungen fürs Erfolgstypen-Hirn zufrieden geben muss.

Und vielleicht war es für Becker als anerkannter Erfolgstyp oft schwer, Bodenständigkeit in seinem Umfeld zu predigen - denn der Eindruck entstand, gerade bei seinen Frauen an seiner Seite, dass diese sich mit nicht viel weniger als dem Besten vom Besten zufrieden gaben. Eben dem, was Frauen an der Seite eines Erfolgstypen zusteht.

1993 heiratet er Barbara Feltus. Vom Emotionalen her scheint es zu passen, denn Boris strahlt seine „Babs“ in der Öffentlichkeit verliebt an! Hat er sie doch als bodenständige Frau mit klarem Wertkanon kennengelernt: Mutter Waldorfschulen-Lehrerin, Vater Fotograf. Auch Barbara steht öffentlich zu Respekt, Weltoffenheit, Kreativität und Kunst – kann sich gut artikulieren und scheint für ein Leben an der Seite eines Erfolgstypen prädestiniert.

Doch innerhalb der Ehe scheint „Babs“ ab und zu langweilig – die Sinnsuche an der Seite eines Erfolgstypen wird öffentlich sichtbar: Bei Google findet man kein Bild, das Barbara zweimal im selben Outfit zeigt. Sie shoppt und shoppt, und in Leimen, jenem Kaff vor den Toren der Universitätsstadt Heidelberg, spricht sich schnell herum, dass sich die von Boris heiß und innig geliebte Mutter Elvira Sorgen macht: Zu viel Geld wird für einen Lifestyle ausgegeben, der früher oder später zum Selbstzweck werden könnte.

So scheint es auch bei Boris und Barbara zu sein.

Die Ansprüche steigen. Ein riesiges Areal auf Mallorca wird gekauft. Das pittoreske Bauerndörfchen verschönert Barbara mit marokkanischen Kacheln, einem riesigen Pool und Spa.

Das klingt nach Hippie-Folklore und originellem Denken, abseits von Immobilien-Anlagestrategien, die Häuser auf der spanischen Insel ohne Meerblick als "naiv" abklassifizieren. Doch so ein Öko-Traum kann schnell zum Finanz-Alptraum werden, gerade dann, wenn man eigentlich in Monaco wohnen muss, zumindest den rechtlich vorgeschrieben Jahressatz, wenn man von den Freuden des Steuerparadieses am Mittelmeer profitieren will und es beim Finanzamt als Hauptwohnsitz angibt.

Heute ist das Areal auf Mallorca verwahrlost. Echte Hippies, Hausbesetzer, wohnen nun auf Barbaras Edel-Bauernhof, der weder fließend Wasser, noch Strom bietet.

Die Ex-Becker hat sich hingegen von der Millionen-Scheidung eine Villa in Miami gegönnt.

Tennisikone, Familienvater, Gesellschaftslöwe, Lover einer anspruchsvollen Frau, fürsorglicher Sohn, loyaler Freund, nervenstarker Medienprofi – vielleicht sind die Qualitäten, die viele Menschen Becker durchaus zuschreiben, ihm irgendwann selbst zu viel geworden.

Man kann an eigenen Ansprüchen wachsen – oder an ihnen scheitern. Manchmal lässt sich beides auch nicht trennen, weil man bestenfalls von Hürden, die zu hoch waren, mehr lernt als von Türen, die sich wie von selbst öffnen.

Nach der Trennung von Barbara, die peinliche und öffentliche „Besenkammeraffäre“ gerade so überstanden, stürzt sich Boris Becker in immer neue Affären. Die meisten haben nur kurze Halbwertszeit.

Wer da was in wem und wieso sucht, bleibt meist unklar – jedenfalls nach außen.

Er heiratet wieder. Seine „Lilly“ lernt er als quirliges und taffes Girl in Miami kennen, das kein Problem hat, klar Kante zu zeigen und sich nicht zu schade ist, als Croupier zu arbeiten oder für Eis zu modeln, wenn's Geld in die Kasse spült.

Doch auch Lilly geht gerne shoppen und scheint anfällig für ein Leben auf dem roten Teppich. „Sehen und gesehen werden“ lautet da das Motto – das schafft man nicht, wenn man mit H&M zur Charity-Gala aufkreuzt.

Finanzielle Probleme soll Becker von Anfang an vor Lilly verheimlicht haben – oder wollte sie nur nicht genau hinsehen oder zuhören?

Als ihr Erfolgstyp öffentlich als „zahlungsunfähig“ auffliegt, soll sie Möbel aus der Londoner Bleibe geschmissen haben.

Zum Insolvenzprozess erschien er nun mit Lilian de Carvalho Monteiro an seiner Seite: Die Frau sieht super aus, ist elegant-edel gekleidet, soll mehrere Sprachen sprechen und als Risiko-Analystin ihr eigenes, gutes Geld verdienen.

Sie haken beieinander ein, wirken vertraut und harmonisch, aber unaufdringlich.

Oft soll er während des Prozesses den Blick zu ihr suchen, während er sichtlich gestresst mit hochrotem Kopf im Gerichtssaal sitzt. Einmal zuviel scheint Erfolgstyp Becker seine Nervenstärke aufs Spiel gesetzt zu haben.

Er wirkt müde und ausgelaugt.

In vier von 24 Anklagepunkten wurde er schuldig gesprochen. Davon Dinge, die viele Menschen machen, wenn ihnen die Insolvenz droht. Zum Beispiel Geld unter Vorwänden an Dritte überweisen, aus Angst, die Moneten könnten in die Insolvenzmasse fließen.

Wieder einmal scheint Erfolgstyp Boris die langfristigen Konsequenzen verdrängt und die schnellen Vorteile überbewerte zu haben.

Ironischerweise hießen die Vertrauenspersonen, denen Becker angeblich das Geld gab, Barbara und Lilly.

Die werden aktuell in den Medien zitiert, dass „Familie das Wichtigste sei“ (Barbara) und dass es nicht schön sei, „den Vater des eigenen Kindes in so einer Situation zu sehen“ (Lilly).

Style PASS wünscht Gewinnertyp Boris Becker für die Zukunft wieder mehr Matches, die er im letzten Moment drehen kann. Vielleicht mit der richtigen Frau an seiner Seite – die ihr eigenes Leben hat und auf seine Kraft nicht angewiesen ist, um zu strahlen.

 

Bild: Style PASS

Die Männer- und Frauenfrage bricht sich momentan am „Ehepaar Hummels“

Zwischen Steak und veganer Lasagne

Da ist sie. „Cathy“ Hummels. Influencerin, mehr als 600.000 Follower zählt sie zu ihren Fans auf Instagram, die ihre Mode-Posts liken und sich hier und da aufregen, wenn sie Sohnemann Ludwig präsentiert. Und da ist „Mats“. Der ist Star-Innenverteidiger bei Dortmund, der mehrere Millionen Euro pro Jahr verdient, der gut aussieht und sich in vollständigen Sätzen ausdrücken kann – alles könnte perfekt zwischen diesen beiden Erfolgsmenschen sein. Doch gerade kracht es gehörig im Ehe-Gebälk – und die Geister, die die beiden riefen, scheinen nun ein Echo zu erzeugen, das nicht nur auf Instagram für Wirbel sorgt.

Bild: Instagram "Offizielle Cathy Hummels Seite"

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